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Eigentlich …

… sollte es nur eine Vokabelliste werden.
→ Einen Begriff (DE) mit Übersetzung (EN) in einer Tabelle notieren. Den nächsten Begriff darunter usw.

Was nicht sinnvoll ist,
wenn der EN-Begriff mit Übersetzung (DE) ein anderes Ergebnis liefert.
→ Also alle möglichen Übersetzungen erfassen.

Was nicht sinnvoll ist,
weil eine große Anzahl von Synonymen existiert, deren korrekte Anwendung vom Kontext abhängt.
→ Also den Gültigkeitsbereich mittels einer Begriffsdefinition festlegen.

Was nicht sinnvoll ist,
wenn Begriffe unterschiedlicher Bedeutung nicht getrennt sind.
→ Also Ordnungszahlen¹ etc. zur Kennzeichnung nutzen und in separaten Einträgen erfassen.

Was nicht sinnvoll ist,
wenn Begriff {Synonyme} und Definition in einem Textbeispiel nicht die Tauglichkeit beweisen.
→ Also Textbeispiele erfassen, deren Begriffe in der Vokabelliste existieren und verlinken.

Was nicht sinnvoll ist,
weil einige Begriffe figurativ oder in Phrasen benutzt werden.
→ Also neben den Textbeispielen auch Phrasen erfassen.

Das Ergebnis: eine Vokabelliste, unterteilt nach Wortarten (Adjektive/Adverbien, Nomen, Präpositionen, Verben) sowie Phrasen und Textbeispielen.

Was nicht sinnvoll ist,
ohne die Wechselwirkung (die Wortartverwandtschaft) der Wortarten zu berücksichtigen.
→ Die Substantivierung eines Verbs führt zu einem Nomen, das bedeutungsgleich sein muss.
→ Die Partizipien eines Verbs führen zu Adjektiven, die (theoretisch) bedeutungsgleich sein müssen – aber nicht immer passen!
→ Also die Wortartverwandtschaft zwischen Adjektiven/Adverbien, Nomen und Verben erfassen.

Was sinnvoll ist, aber nicht ausreicht,
weil eine Tabelle zur Erfassung taugt, aber nicht zur Präsentation.
→ Also eine Software entwickeln, die online und offline läuft – im Browser, ohne Installation. Mit einer Volltextsuche. Mit einem Vokabeltrainer zur Überprüfung der korrekten Schreibweise.

Was sinnvoll ist, aber nicht ausreicht,
weil sprachliche Nuancen mit Worten alleine manchmal schwer zu erfassen sind.
→ Also eine Klassifizierung durch Symbole der Begriffe einführen. Die unterscheiden zwischen:
· einer Tätigkeit, einer Handlung, einer Wahrnehmung etc.
· einer Innen- und Außenwirkung.
· einem Zustand und einem Vorgang.
· Flora, Fauna und Mensch.
→ Es sind ziemlich viele Symbole geworden.

Was sinnvoll ist, aber nicht ausreicht,
weil Übersetzungen semantisch gleichbedeutend aber grammatikalisch unterschiedlich sein können. Obwohl DE und EN viele Ähnlichkeiten haben!
→ Also noch mehr Klassensymbole, die Vorgangspassiv, Zustandspassiv und -reflexiv etc. unterscheiden.

Eigentlich …

… sollte es nur eine Vokabelliste werden. Das war 2015. Nach 10 Jahren Arbeit steht das Projekt als ß-Version bereit. Das Ergebnis heißt SpraXX⁸ und ist bezahlbar.

SpraXX⁸ ist umfassend dokumentiert, siehe https://know-how.tolaris.de/doku.php/spraxx/dokumentation/spraxx8. Die Dokumentation ist trotz Struktur nicht leicht verdaulich. Als ich das Projekt begann, war mir nicht klar, wie komplex die deutsche Sprache ist.

Eine Demo von SpraXX⁸ existiert unter https://know-how.tolaris.de/doku.php/spraxx/demo.

Die Ausgabe steht im WebShop bereit. Die Ausgabe 25.4 wird im Oktober erscheinen.

Wolfgang Henderkes

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